Politik der Hoffnung

Gegen eine angstbesetzte Politik

Darin sind wir Politisierenden gemäss medialer Schlagzeilen geradezu meisterhaft: Angst säen, polarisieren, ausschliesslich pessimistische Zukunftsbilder malen. Die Schuld an den gesellschaftlichen Entwicklungen und Missständen möglichst pointieret andern unter zu jubeln. Solche Politik polarisiert und verunmöglicht nachhaltige und von breiten Teilen der Bevölkerung mitgetragenen Lösungen.

Vom genialen Dreiklang beseelt

Es ist der Glaube, der mir hilft, nicht zu resignieren und mich der guten Sache des Jesus Christus zu stellen. Rettende Liebe war seine Mission. Diese Mission verpflichtet mich. Christliche Hoffnung leben, bedeutet für mich deshalb, nicht einfach alles schön zu reden.

Es gibt tausend Gründe, sich von allgegenwertigen Herausforderungen und auch berechtigten Ängsten lähmen zu lassen. Als EVP-Politiker will ich mich dem trotzdem verweigern. Als Christ will ich dem genialen Dreiklang «Glaube – Liebe – Hoffnung» Gehör verschaffen. Nicht nur mit politischen Statements, auch mit entsprechendem Einsatz. Zugegeben, mal gelingt es, ein ander mal auch nicht.

Als Brückenbauer zwischen den Poolen

Die Herausforderungen unserer Zeit sind ausserordentlich. Sie können nur bewältigt werden in einem konstruktiven Klima von gegenseitigem Respekt und gemeinsamer Suche nach Lösungen. Als Kantonsratspräsident war das meine höchste Aufgabe. In der Parlamentsarbeit erlebe ich es immer wieder, dass die besten Lösungen dort gefunden werden, wo der Wille vorhanden ist, die gegenseitigen Standpunkte ernst zu nehmen, darauf einzugehen und einander zuzuhören.

Brückenbauer zwischen den Polen sind gefragt, welche der Erstarrung in politischen Blöcken entgegenwirken, welche in der politischen Auseinandersetzung zur Versöhnung beitragen, welche die Extreme auf beiden Seiten zu guten Kompromissen zusammenführen und damit ideologische Gräben überwinden und schliessen.

 

Gemeinsam mit Kirchen

Unsere Aufgabe ist und bleibt es, mitzuhelfen, diese Welt menschenwürdig zu gestalten. Für mich persönlich ist unbestritten, dass die Landes- und Freikirchen in ihrem gelebten Dreiklang von Glaube, Hoffnung und Liebe und ihrem Heer von Freiwilligen hier eine entscheidende Rolle spielen. Sie darin zu bestärken, und im Kantonsrat jährlich auch die nötigen Mittel zu sprechen, das gehört mit zu meiner Verantwortung als Kantonsrat.

 

Das Herz in beide Hände nehmen

Ich weiss, dass jede politische Anstrengung vorläufigen Charakter hat. Wir sind nicht selten auf dem Holzweg; solche führen bekanntlich ins Dickicht. Wir müssen Politik unbedingt als einen Dienst und nicht als einen Kampf um Macht und Prestige verstehen.

Das bedeutet für mich als EVP-Politiker immer wieder, das Herz in beide Hände zu nehmen und den Mut zu haben, eine Stimme für die Benachteiligten und Schwachen zu sein. Mich pointiert einzusetzen für das Leben vom ersten bis zum letzten Herzschlag. Dazu gehört ebenso konsequent der Schutz der Lebensgrundlagen und Ressourcen vor immer kaltblütigerer Interessenpolitik.

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